DDCAST - Was ist gut? Design, Kommunikation, Architektur

DDCAST - Was ist gut? Design, Kommunikation, Architektur

Was ist gut? Der Podcast vom Deutschen Designer Club

DDCAST 109 - ALEXANDRA BAUM "Forschung. Design. Startup. Familie."

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Alexandra Baum ist Designerin und Unternehmerin. Nach ihrem Modedesign- Studium mit Schwerpunkt kreislauffähige Textilien und nachhaltige Mode an der HAW Hamburg mit Abschluss als Diplom-Designerin zog es die heute dreifache Mutter als wissenschaftliche Mitarbeiterin an die Fachhochschule Hannover, wo sie das Forschungsprojekt EcoMTex „Von der Öko-Nische zum ökologischen Massenmarkt im Bedürfnisfeld Textilien“ an der Fakultät Design betreute. Ihren Karriereweg setzte die gebürtige Gothaerin ab 2005 in der Entwicklung technischer Textilien fort. Sie machte sich 2003 mit dem Produktentwicklungs- und Designbüro novanex selbständig. Zu Ihren Arbeiten in der textilen Produktentwicklung für Industriekunden zählten smarte Textilien, Medizintextilien und Entwicklungen für Automotive. Zum Kundenkreis zählen neben vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen auch Philips, Westfalia mobil GmbH oder die Daimler AG. Darüber hinaus war Baum als Design- und Innovations-Beraterin aktiv und hielt Gastvorlesungen an Hochschulen. 2013 entstand die Idee eines textilbasierten Fahrradschlosses, das parallel zu ihrer freiberuflichen Tätigkeit entwickelt wurde. 2016 gründete Alexandra Baum gemeinsam mit ihrer Kollegin Suse Brand die Texlock GmbH in Leipzig. Kern der patentierten Lösung des Fahrradschlosses tex—lock ist der Einsatz von funktionalen Hightech- Textilfasern, welche die tex—lock Fahrradschlösser flexibel und weich wie ein Seil machen. Mehrere verflochtene Hochtechnologiefaser-Verbundschichten übernehmen unterschiedliche Funktionen für den Schutz vor Angriffen mit Schneidwerkzeugen und Feuer sowie der Vermeidung von Lackkratzern. Schutz vor Sägeangriffen wird in der aktuellen Produktgeneration durch den Einsatz eines speziell gehärteten und flexiblen Stahlkerns erreicht. Die Nutzung der gesamten Länge und Flexibilität beim Anschließen an feste Gegenstände und Sichern von Anbauteilen wird durch das sogenannte „Loop Through Prinzip“ von tex—lock ermöglicht. 2019 kam die marktreife Entwicklung der multifunktionalen Regenschutzbekleidung „raijn“ hinzu. raijn lässt sich in Sekundenschnelle von einem Parka in einen Overall verwandeln. Die hochwertige Textilie wurde unter dem Motto „whatever the weather“ als täglicher Begleiter für wetterunabhängige Fahrradmobilität entwickelt. Externe Anerkennung fanden die Texlock-Produkte u.a. bei den German Design Award 2018 und 2021, ISPO Award 2019 sowie dem Eurobike Award in Gold im Herbst 2021. Alexandra Baum ist bis heute Mehrheitsgesellschafterin und Geschäftsführerin der Leipziger Fahrrad-Accessoire Manufaktur Texlock GmbH, die Produktion, Vertrieb und Marketing in einer ehemaligen Pianofabrik in Leipzig umsetzt und über 30 Mitarbeiter*innen beschäftigt.

DDCAST 108 - Michael Conrad "creativity – off the norm"

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Michael Conrad kann man mit dem Begriff "Werbelegende" schlecht fassen. Er ist zwar ein Kreativer, der zahllose Kampagnen geschaffen hat, die über Jahrzehnte wirkten, aber er ist vor allem ein kreativer Denker und Macher. Ihm geht es um Kreation im ganz umfassenden Sinne: kreative Werbung, kreative Gestaltung, kreative Unternehmensführung, kreative Entwicklung von Talenten, kreative Entwicklung neuer Organisationen. Unser Ehrenmitglied des Deutschen Designer Club steht insofern genauso für die Vergangenheit der Kreativbranche wie für deren Zukunft.

So beschreibt sich Michael Conrad: "In Leipzig geboren, mit Mutter in den Westen geflüchtet. Damals waren sieben Millionen Flüchtlinge unterwegs. Wir haben im Raum Frankfurt gelebt, später in Berlin, Lübeck oder Düsseldorf. Sobald meine Mutter einen besseren Job fand, sind wir umgezogen. Dadurch sind wir sehr beweglich geworden. Mittelschule und Berufsausbildung zum Industriekaufmannsgehilfen abgeschlossen. Zwei Jahre Verkaufsvertreter für eine Druckerei, Akquisiteur für eine Fremdenverkehrspublikation mit journalistischer Tätigkeit, Reiseorganisator für König Ibn Saud und sein Gefolge, Texter bei Young & Rubicam, Texter und später Kreativ Director bei Ogilvy & Mather, Mitgründer der Werbeagentur TBWA Frankfurt, Lürzer,Conrad Frankfurt, Michael Conrad & Leo Burnett Frankfurt. 1986 hat Leo Burnett mir angeboten, als Präsident und internationaler Creative Director ins Headquarter zu kommen. Ich zog mit meiner Familie nach Chicago. Später wurde ich weltweiter Chief Creative Officer der ganzen Gruppe und gehörte zum engen Führungskreis. Nach der Werbekarriere Mitgründer der Berlin School of Creative Leadership."

DDCAST 107 - HANNAH HELMKE "1,5° Celsius und 100% Powerfrau"

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Hannah Helmke ist Gründerin und CEO des Climate-Tech-Unternehmens right. based on science, kurz: right°. Ihr Fokus auf wirtschaftliches Handeln in unserer vom Klimawandel betroffenen Welt ist das Ergebnis der Kombination ihrer beiden akademischen Disziplinen: Psychologie und International Business. Hannah folgt ihrer festen Überzeugung, dass ein wissenschaftlich fundierter Ansatz der beste Weg ist, um das emotional aufgeladene Feld der Klimastrategie von Unternehmen zu bewältigen. Bevor sie right° gründete, arbeitete sie für den IT-Dienstleister BridgingIT und die Deutsche Post DHL Group. Dort erforschte sie die Potenziale der Digitalisierung zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen und arbeitete an der Einführung von wissenschaftsbasierten Zielen als Berichtsinstrument. Unter ihrer Leitung erhielt right° den renommierten Next Economy Award 2020 und sie selbst wurde mit dem Digital Female Leader Award 2020 in der Kategorie "Nachhaltigkeit" sowie mit dem "Female Founders Award" der AmCham Germany 2021 ausgezeichnet.

DDCAST 106 - STEFAN WEIL "create curate collaborate"

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Skorpion. 1963 in Bad Homburg geboren. Meine Laufbahn als Gestalter begann mit der Covergestaltung für die eigene Band »Neue Mode«. Es folgten Fanzines und Magazine wie »Der Fürst« und »Das Herz«. All dies mündete in einem ersten Job bei Meiré und Meiré (»Design ist Orientierung«) als Grafikassistent. In der frühen Selbstständigkeit mit »LAW« (Laarman und Weil, Lust, Arbeit, Wahrheit) wurde ich erstmals mit der digitalen Transformation konfrontiert. Als Untermieter beim ersten Mac-Händler im Rhein-Main-Gebiet tauschte ich rasch den Rapidograph und das Skalpell gegen Mac Paint aus. Meine Rolle als Grafiker bei Tassilo von Grolman prägte mein holistisches Designverständnis. Es folgte die Karriere in globalen Agenturnetzwerken wie Saatchi & Saatchi, TBWA und Leo Burnett. Bei »Leo« leitete ich eine eigene Unit für »Experience Marketing«. Geprägt von der langjährigen Tätigkeit für die Marke Marlboro. Einerseits die content platform »Marlboro Network, The Pulse of America«, in der ich Kreativdirektor und Trendscout/Cool Hunter in Personalunion sein durfte sowie der Forschung an dem »Brand Recognition Code« der Marke. Eine globale Studie mit Designers Republic, Pentagram, Tomato und David Carson bildete deren Basis. Mit dem »Lab01«, einem Zukunftspavillon an der Schnittstelle aus Science und Popkulturen für DaimlerChrysler auf der Expo 2000 fand sich 1999 schließlich meine gestalterisch wirkungsvollste Heimat bei und für Atelier Markgraph. Von 2001 bis 2003 wechselte ich zu J. Walter Thomson, leitete dort Teile der Kreation als CD sowie die Tochterfirmen für Experiences »Thompson Live Communication« und den Designsatelliten »Thompson Brand Design«. Die vielschichte »MultiChannel« Einführung der Marke Becks Gold war ein Highlight. Sowie medienübergreifende Arbeiten für AEG, Rolex und den Onlinebroker der Sparkassengruppe. 2003 kehrte ich schließlich zu »AM« (Atelier Markgraph) zurück. Seit 2005 Geschäftsführer und seit 2016 nun auch Mit Inhaber und somit Gesellschafter. Vielschichtige Projekte in Corporate und Culture sind weiterhin mein Antrieb.

DDCAST 105 - LENA JÜNGST "Zukunftslabor Gastronomie"

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Die Designer:innen Lena Jüngst und Tim Jäger haben mit ihrem Team das heute international tätige Unternehmen air up aufgebaut. Die beiden trafen sich 2016 bei ihrem Produktdesign-Studium an der HfG Schwäbisch Gmünd. Mittlerweile hat air up Starter-Sets im siebenstelligen Bereich verkauft und beschäftigt über 200 Mitarbeiter:innen. Lenas Team hat beim 50 Next in Bilbao einen Preis für Tech Disruption gewonnen.

Wir haben Lena aber nicht wegen ihres Preises in den DDCAST eingeladen, sondern weil sie einen euphorischen LinkedInPost abgesetzt hat, in dem sie die jungen Köch:innen, Aktivist:innen, Gastronom:innen feiert, die sie bei den 50 Next-Awards in Bilbao kennengelernt hat.

Beim 50 Next geht es um die führenden jungen Köpfe in Gastronomie, Landwirtschaft und Lebensmittel-Verarbeitung. Leute, die nachhaltige Lebensmittel, faire Restaurants, eine neue Kulinarik entwickeln. Leute sehr kritische Fragen stellen und diskutieren. Eben jene 20-30-jährigen, die Lena in Bilbao, auf dem, wie sie sagt "am meisten inspirierenden Event, an dem sie jemals teilgenommen hat", traf. Von diesen Macher:innen können wir im Design wirklich massig lernen – über Nachhaltigkeit, über Innovation und über agiles Experimentieren.

DDCAST 104 - SANDRA GROLL "Design: Zwischen Kontingenz und Notwendigkeit"

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Alles könnte anders sein. Das ist der Titel eines wichtigen Buchs von Harald Welzer.
Und es gibt Dinge, die notwendig sind. Aber was hat Design mit Kontigenz und Notwendigkeit zu tun?

Dr. Sandra Groll ist Designwissenschaftlerin, Systemtheoretikerin und Designerin. Sie studierte an der hfg Karlsruhe und promovierte 2020 an der HfG Offenbach. Ihre Promotionsschrift erschien 2022 bei transscript unter dem Titel "Zwischen Kontingenz und Notwendigkeit. Zur Rolle des Design in der Gesellschaft der Gegenwart."
Von 2016 bis 2018 war sie Vertretungsprofessorin für Systemdesign an der Kunsthochschule Kassel. Seit 2010 lehrte sie an verschiedenen Universitäten im In- und Ausland, unter anderem an FH Potsdam, FH Bielefeld, Freie Universität Bozen, HfK Bremen, Zhejiang Wanli University Ningbo, Design Factory International und Brand University Hamburg. Sie forscht zum Thema Design und Gesellschaft und arbeitet gegenwärtig an einem Publikationsprojekt zu relationalen Gestaltungsmethoden. Neben ihrer akademischen Tätigkeit ist sie als freie Beraterin in der Kreativwirtschaft tätig. Seit 2017 ist sie Mitglied des Herausgeberrats "BIRD - Board of International Research in Design" im Birkhäuser Verlags und Mitherausgeberin der gleichnamigen Reihe und Co-host der „NERD-New Experimental Research in Design“- Konferenzen.

DDCAST 103 - Nina Sieverding und Anton Rahlwes "FORM FRAGEN 01 - Salone Del Mobile 2022"

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Die Zeitschrift form und der DDCAST arbeiten zusammen.

Ab sofort gibt es im DDCAST „form fragen“-Extraausgaben. Nina Sieverding und Anton Rahlwes, die Chefredakteur:innen der form, im Gespräch mit Georg-Christof Bertsch. Es geht um den Blick auf aktuelle Designereignisse. In diesem Fall ein Rückblick auf den Salone del Mobile in Mailand

Die form ist eines der traditionsreichsten Designmedien der Welt. Das „Zentralorgan der deutschen Designszene“ kommt aus dem Print. Wir alle sind mit ihr aufgewachsen. Sie erscheint seit 65 Jahren! Der DDCAST ist eines der jüngsten Designmedien der Welt. Unser kleiner Podcast ist ein digital native.

Was haben wir gemeinsam? Nun, wir mögen uns. Und wir haben eine ähnliche Vorstellung von Qualität und der Relevanz sehr sorgfältiger Arbeit. Nina Sieverding, form: „Für uns ergibt die Zusammenarbeit mit einem rein digitalen Medium, das mit einem viel schnelleren Rhythmus arbeitet, Sinn. Der DDCAST erscheint pünktlich zum Wochenstart. Wir dagegen nehmen uns viel Zeit und erscheinen alle drei Monate. Das mag in der Ära von Social Media kontraintuitiv wirken. Aber wir glauben an die sinnlichen Qualitäten von besonderen Papieren, Farben, Haptiken und auch Inhalten.“
Anton Rahlwes, form: „Unser Leitmedium in der form-Medienfamilie ist Print. Print gehört – mittlerweile – zu den langsamsten Medien. Wir drehen jedes Wort dreimal um, bevor wir es drucken. Kritischer Designjournalismus steht bei uns an erster Stelle – und der Erfolg der letzten Zeit gibt uns Recht. Dafür sind wir dankbar. Unser Prinzip einer offenen und diskursiven Kommunikation bekräftigen wir mit der DDCAST-Kooperation.“
Rainer Gehrisch, DDCAST: „Ich freue mich sehr, dass die Zusammenarbeit zustande gekommen ist. Wir haben vor zwei Jahren mit dem Cast angefangen und wussten wirklich nicht, wo das hingeht. Dass der DDCAST eine derartige Reputation und Reichweite aufbauen würde, war nicht absehbar. Nach dem Rat für Formgebung und den German Design Graduates arbeiten wir nun auch mit der Designzeitschrift form fest zusammen. Das ist wirklich schön.“ Georg-Christof Bertsch, DDCAST: „Unser Redaktionskonzept folgt drei Richtlinien: 1. Vielfalt, Vielfalt, Vielfalt. 2. Radikal gendern, Diversität feiern, Alters-Diskrimierung entgegenarbeiten. 3. Neues ausprobieren. Experimentieren. Deshalb bringen wir neben Design-Superstars auch unbekannte Gestalter:innen, die keinen Stein auf dem anderen lassen. Wir bringen Wissenschaftler:innen und Ökonom:innen. Das alles sind massive Einflussfaktoren auf die Zukunft des Designs. Der Stt der Zusammenarbeit mit der form ist für mich ein bewegender Moment.“

DDCAST 102 - Alexis Dornier "Tektonische Innovation auf Bali"

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Alexis Dornier wurde 1981 in Deutschland geboren, wo er unter dem ständigen Einfluss der Luftfahrtindustrie aufwuchs. Er entstammt einer Industriellen- und Ingenieurs-Familie. Alexis studierte Architektur an der Universität der Künste in Berlin und zog anschließend nach New York City, wo er zwischen 2004 und 2007 als Architekturdesigner für Asymptote Architecture, OMA-NY und Rex arbeitete.

Das Jahr 2013 markierte eine radikale Veränderung in seinem Leben und seiner Karriere, als er beschloss, sein westliches Leben hinter sich zu lassen und nach Ubud auf Bali umzuziehen, wo er begann, als Berater für lokal entworfene und gebaute Architekturprojekte zu arbeiten. Was als architektonische Beratung begann, entwickelte sich schnell zu ganzheitlichen, unabhängigen eigenen Projektentwürfen mit einer schnell wachsenden Anzahl von Arbeiten in der balinesischen Landschaft. Dornier ist jetzt in Ubud ansässig und arbeitet sowohl lokal als auch international an einer Mischung aus Wohn- und Gewerbeprojekten.

Die Philosophie hinter der Architektur von Alexis Dornier besteht darin, für jede architektonische Gestaltungsaufgabe Gestaltungsmethoden zu kombinieren und neu zu formulieren. Eine architektonische Aufgabe ist ein eigener Fall, eine eigene Sache, ein eigenes Problem und eine eigene Angelegenheit. Eine Reihe von Regeln bilden eine logische und umfassende Entwurfserzählung, die zu Effizienz und einem starken Ausdruck unserer gebauten Umwelt führt.

Seine architektonischen Projekte versuchen, eine Designästhetik zu formulieren, die zwischen Elementen des tropischen Modernismus und der Industriearchitektur vermittelt, mit einem zugrunde liegenden Streben nach formaler und tektonischer Innovation. Diese Entwurfsästhetik wird durch einen iterativen Entwurfsprozess und eine sorgfältige Auswahl lokal verfügbarer natürlicher Materialien realisiert, die räumlich so komponiert sind, dass sie auf den Standort und die natürliche Umgebung, in der sie stehen, reagieren.

Tektonik ist im Wesentlichen die Tätigkeit, die das Bauen zu einer Form der Kunst erhebt. In dieser Hinsicht werden die Projekte von Alexis Dornier durch strukturelle und formale Erkundungen angetrieben, durch den Wunsch des Studios, die Grenzen seiner eigenen tropisch-tektonischen Sprache zu erweitern. Dies geht Hand in Hand mit dem Bestreben, die Erfahrung der Landschaft durch architektonisches Design zu verstärken.

Die Projekte des Studios werden in den tropischen, bewaldeten Hügeln von Ubud, dem kulturellen Epizentrum Balis, entworfen. Architektur in den Tropen und insbesondere an einem Ort wie Bali zu praktizieren, inspiriert uns täglich und erinnert uns daran, langsamer zu werden und die Bedeutung von Gleichgewicht und Wohlbefinden zu schätzen.

Mit einem Team von talentierten, engagierten Architekten und Designern ist das Studio bestrebt, neue Typologien, Formen und Strukturen zu erforschen und dabei von dem reichen Erbe und dem in der lokalen Tradition verankerten Know-how zu lernen.

DDCAST 101 - Franziska Ratsch & Oliver Grande "Partizipative Raum-Gestaltung"

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Franziska Ratsch ist Architektin und Spezialistin für nutzerzentrierte Innenarchitektur. Sie konzipiert und entwickelt Arbeitsumgebungen, die wirksame Zusammenarbeit ermöglichen. Sie ist verantwortlich für Designkonzepte und Work Hacks, die ein allgemeines Verständnis für die Nutzung des Raumes durchsetzen. Durch ihre langjährige Arbeit bei der BREAD&butter und Zalando ist sie darin geschult, inspirierende und intuitiv funktionierende Arbeitswelten für ihre Kunden zu schaffen. Sie verfügt über ein großes Netzwerk zu Architekten, Interieur Designern und Möbelherstellern, womit auf wirklich jeden Kundenwunsch eingegangen werden kann. Sie ist immer neugierig auf ihre nächste Aufgabe und stark darin, Lösungen auf hohem Designniveau und Funktionalität zu finden und diese mit einem hohen Grad an Verantwortlichkeit umzusetzen. Franziska denkt groß und handelt schnell, wenn es darum geht, Veränderungen zu schaffen. Studium mit Diplomabschluss Dipl.Ing. der Architektur, Beuth Hochschule, Berlin / Ausbildung zur Bauzeichnerin, Bremen / Verschiedene Projekte (Joint Venture, Auftragsarbeit) mit dem Hasso-Plattner-Institut / Verschiedene Produktentwicklungsprojekte mit Möbelherstellern (firmeneigene Möbellinien, temporäre Fassadenstrukturen) / Fortbildung Prince 2, AXELOS / Weiterbildungen zum Thema 360 -Grad Feedback, Zeitmanagement, Projektmanagement. Ihr Hintergrund ist: Drei Jahre Erfahrung im Bereich Architektur, Wohnungsbau / BREAD&butter: Acht Jahre Erfahrung im Bereich temporäre Architektur und Messebau bei Zalando: Fünf Jahre Erfahrung im Bereich Projektleitung Konstruktion und Entwicklung von Bürogebäuden, Interieur Design und Entwicklung einer nutzerzentrierte Arbeitsumgebung für Mitarbeiter aus verschiedenen Berufsfeldern, sowohl „white“ als auch „blue collar“ / Sankt Oberholz Consulting, Arbeitsweltraum: Mehrere Jahre Berufserfahrung auf strategisch/ konzeptioneller und operativer Ebene / Gründerin von Bimba Pepa – Furnitecture for Kids and Kidults. Ihre Arbeitssschwerpunkte liegen in Veränderungs- und Transformationsprozesse (Lean Change Approach, Prototyping, Intergration der Mitarbeiter in einen Veränderungsprozess) / Neue Organisationsdesigns, Arbeitswelten und -formen (Aktivitätsbezogenes Arbeiten, Remote Work, andere Orte wie Home Office und Co-Working) / Nutzerzentrierte Arbeitsumgebung en (Unternehmenswerte, Mitarbeiterbefragungen) / Optimierungspotential im Raum durch minimale Veränderungen des Nutzerverhaltens / Einführung neuer tätigkeitsbezogener Möbelkonfigurationen / Arbeitgebermarkenführung und -kommunikation (Spatial Branding, Location Branding, Employer Branding, Aktivierungskommunikation) / Nutzerbefähigung durch Workshops & Trainings.

Oliver Grande: Nach mehr als 15 Jahren in der Möbel- und Interior Design-Branche in verschiedensten Organisationstypen, vom straff hierarchischen Handwerksbetrieb seiner Lehrjahre über den Mittelstand und einem selbstorganisiert arbeitenden Beratungsunternehmen, ist er zu der Erkenntnis gekommen, dass Menschen sich nicht an Büros anpassen sollten, sondern Büros an Menschen. Schon immer ging es ihm um den Mehrwert, den Räume ihren Nutzer:innen geben können. Heute arbeite er noch stärker als Übersetzer, Kommunikator und Impulsgeber, der Raum und Kultur von Unternehmen verbindet und Orientierung bietet, um Büros zu Orten zu machen, die neuen Ansprüchen gerecht werden. Für Arbeitsorte, die dem “Permanent Beta“ der Arbeitswelt nachhaltig gewachsen sind, beständig wandelnde Strukturen und Prozesse tragen, auf das Geschäftsmodell abgestimmt sind, Zusammenarbeit fördern, das Potenzial haben, Individuen und Unternehmen zu einen, Identität stiften und viel Zukunft versprechen. Es geht ihm darum Orte zu schaffen, die neuer Arbeit würdig sind! Genießt die Energie, die aus kreativer Zusammenarbeit, zwischenmenschlichem Austausch und gemeinsamen Zielen entsteht. Er ist immer auf einer Mission und glaubt daran, dass der Status quo vor allem dazu da ist, hinterfragt zu werden.

DDCAST 100 - Diana Tayo Osobu "COLOUR & CHARACTER"

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Diana Tayo Osobu ist Color & Trim Designerin, das heißt, sie beschäftigt sich mit dem, was man am Fahrzeug Exterior und Interior sensorisch wahrnehmen kann. Nach ihrem Abitur am Elisabethen Gymnasium in Frankfurt am Main studierte sie Wirtschaftswissenschaften an der Gutenberg Universität, Mainz und arbeitete als Werkstudentin, später als stellvertretende Abteilungsleiterin, bei DuPont de Nemours Electronics in Bad Homburg. Mittels eines ein Praktikums als Junior Art Directorin bei J.W. Thompson Werbeagentur in Frankfurt sattelte sie in das kreative Fach über: sie studierte Industrie Design und arbeitete gleichzeitig als freie Mitarbeiterin bei der Mazda Motor Corporation in Oberursel im CMF Design und schloss ihr Studium an der Hochschule für Gestaltung, Offenbach ab.

Nach Ihrem Studium startete sie in der VW-Welt, im Design Center Europe der Volkswagen Group in Sitges bei Barcelona, in der es im Design Center Potsdam der Volkswagen Group weiterging, bis sie als Color & Trim-Designerin für die Luxusmarke des VW-Konzerns Bugatti tätig war. 2007 wechselte sie als CMF Design Managerin in das Hyundai Motor Europe Technical Center, Rüsselsheim, wo sie seit 2014 bis heute als CMF Senior Manager Europe des Hyundai Motor Europe Technical Center tätig ist.

Sie hat stets in internationalen Teams an der Schnittstelle zwischen Design, Marketing, Engineering und Produktion gearbeitet. Ein feines Gespür für Trends und Vorlieben der Nutzer:innen zeichnet sie aus. Die Kombination aus ihrem betriebswirtschaftlichen und dem Design-Ausbildungshintergrund, sowie die Tätigkeit in globalen Unternehmen, verschafft ihr ein besonderes Profil.

Über diesen Podcast

‘What we design designs us back’ sagte einmal Jason Silva ein bekannter Techno Futurist aus den USA.
Design – das ist die Botschaft – nimmt großen Einfluss auf unser Dasein und Zusammenleben. Der Ruf nach grundlegenden Veränderungen unserer planetaren Realität indes wird immer lauter. So weitermachen wie bisher geht nicht und wird uns unweigerlich in die nächste Krise stürzen. Also ist gerade jetzt unsere Kreativität gefragter denn je. Was geht? Was kommt und was können wir BESSER machen. Wie können wir Design neu denken?
Dazu präsentiert der DDCast des Deutschen Designer Club jede Woche eine starke Stimme. Sie kommt aus allen Sparten des Design, aus angrenzenden Disziplinen, aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

von und mit Deutscher Designer Club

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