DDCAST - Was ist gut? Design, Kommunikation, Architektur

DDCAST - Was ist gut? Design, Kommunikation, Architektur

Was ist gut? Der Podcast vom Deutschen Designer Club

DDCAST 91 - Gesche Joost "Die Design Forscherin"

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Prof. Dr. Gesche Joost studierte erst Architektur, bevor sie ein Designstudium an der Köln International School of Design begann. Nach dem Diplom verbrachte sie einige Monate am Illinois Institute of Technology in Chicago, um im Anschluss an ein Rhetorikstudium an der Eberhard Karls Universität Tübingen mit einer Arbeit über die Grundzüge der Filmrhetorik zu promovieren.
Heute ist sie Leiterin des Design Research Lab an der Universität der Künste Berlin. Dort lehrt und forscht sie in den Bereichen Social Design, Material Interaction und Digitale Souveränität. Sie leitet die Forschung zur Transformation der digitalen Gesellschaft am Weizenbaum-Institut und den Forschungsbereich Interaktive Textilien am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz.
Mit den Themengebieten ihrer Forschungs- und Lehrprojekte wie Mensch-Maschine-Interaktion, Gender- und Diversity-Aspekte in der Technologie-Entwicklung sowie soziale Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Teilhabe stellt Gesche Joost die drängenden Fragen unserer Zeit. Die neuen Formen der Forschung, die sie mit ihrem Team entwickelt, stellen ein partizipatives und transformierendes Design ins Zentrum, das die heutigen Herausforderungen auf eine offene, kollaborative Art und Weise angeht.
Sie betrachtet die ethischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und politischen Aspekte des digitalen Wandels und zeigt, an welchem Punkt Design ansetzen muss, um als mitgestaltende Kraft zu einer nachhaltigen, inklusiven und lebenswerten Gesellschaft beizutragen.
Gesche Joost ist Mitgründerin der Non-Profit-Organisation Calliope, die Kindern digitales Lernen ermöglicht, hat Aufsichtsratsmandate bei SAP, Otto bock und der ING Diba. Und sie ist Mitglied im Präsidium des Goethe Instituts. 2021 wurde sie als Ehrenmitglied in den Deutschen Designer Club aufgenommen.

DDCAST 90 - Lisa Borgenheimer "Communicating Complexity"

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Lisa Borgenheimer studierte 2009 bis 2015 Kommunikationsdesign (B.A.) und Interaktive Medien (M.A.) an der Fachhochschule Augsburg. Derzeit promoviert sie mit dem Thema »Informing Information« an der Bauhaus-Universität Weimar. Schon während des Studiums in Augsburg war sie Mitglied des Elite-Netzwerks der Fachhochschule Augsburg und arbeitete als Informationsdesignerin bereits an der Fachhochschule Augsburg, für die Süddeutsche Zeitung, ZEIT Online, Verlag, INgraphics, Magazin 139.5, etc. Von 2015 – 2018 war sie Assistant Professor/Researcher für Informationsdesign & Visual Storytelling im Masterstudiengang Eco-Social Design an der Freien Universität Bozen. Dort konzentrierte sie sich zunehmend auf ökosoziale Transformationsprozesse mithilfe von visuellem Wissenstransfer und leitete das zweijährige geförderte Forschungsprojekt »Bürgerhaushalt in Mals (Obervinschgau)«. Borgenheimers Hauptforschungsgebiet sind die Methodik und der Prozess des Informationsdesigns. Sie ist Expertin für Konzeption, Design und Entwicklung statischer und interaktiver Informationsgrafiken. Sie arbeitete in interdisziplinären Forschungsprojekten zusammen mit Designer:innen, Künstler:innen, Programmierer:innen, Wissenschaftler:innen und externen Partner:innen. Nennenswert ist dabei auch das Projekt »Datenvisualisierung für die LEW (RWE)« zusammen mit der Hochschule Augsburg. Es folgten internationale/nationale Workshops und Vorträge an verschiedenen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Konferenzen. Borgenheimer ist als Jurymitglied der Asian Media Awards tätig und selbst Preisträgerin von nationalen und internationalen Auszeichnungen, wie der Malofiej Award, Information is Beautiful Award, IIID Award und der European Student Award. Sie leitet den International Student Workshop auf der Malofiej Konferenz in Pamplona. Sie ist Mitglied der Society for News Design (SND) und der Bauhaus Research School in Weimar. Als Lehrbeauftragte lehrte Borgenheimer an unterschiedlichen Hochschulen in Europa. Darunter die Hochschule Augsburg, Bauhaus-Universität Weimar, Freie Universität Bozen und gab verschiedene Kurse in Informationsdesign, Datenvisualisierung und Visual Storytelling. 2019 bis 2020 wurde sie durch die LaKoF Bayern »rein-in-die-hörsäle« an der Hochschule Augsburg mit Lehraufträgen gefördert. Sie ist Mitglied in der „Theme Advisory Group“ der EZB für die Neugestaltung der neuen Euroscheine und dabei stellvertretend für Deutschland. Seit Wintersemester 2020 ist Lisa Borgenheimer Professorin für Informationsdesign an der HfG Offenbach.

DDCAST 89 Michael Volkmer - "Da anfangen wo wir stehen"

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Michael Volkmer absolvierte in Hamburg eine Ausbildung zum Fotografen ehe er an der Fachhochschule Wiesbaden Kommunikationsdesign studierte. Nach seinem Abschluss gründete er 1994 die Kreativ-Agentur Scholz & Volkmer mit Schwerpunkt auf Design und digitale Markenführung. An den beiden Standorten Wiesbaden und Berlin arbeiten heute mehr als 140 Mitarbeitende für Kunden wie Deutsche Bahn, adidas, Mercedes-Benz und Riese & Müller, aber auch für Greenpeace, regionale Umweltinitiativen oder das Hessische Umweltamt. Michael Volkmer hat insgesamt an über 50 Jurys teilgenommen, darunter ADC, DDC, iF Design, RedDot und Cannes Lions. In den Kreativrankings belegt Scholz & Volkmer mit über 650 nationalen und internationalen Auszeichnungen seit Jahren die vorderen Plätze.
Michael Volkmer hat sich mit seiner Agentur zum Ziel gesetzt, die wirtschaftlichen Ziele seiner Kunden mit den gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit in Einklang zu bringen. Neben Kreation treibt die Agentur eigene nachhaltig orientierte Projekte sowie soziale Innovationen voran. So entstehen im Sinne der agentureigenen Nachhaltigkeitsstrategie „Shared Value“ Produkte wie der Stadtluft-Anzeiger „NOxMas“, die Zeitgeschenke-Plattform „Zeit-statt-Zeug“, die „CO2-Web-App“, die durch kleine alltägliche Aktionen zum CO2-Einsparen animiert oder das „Kiezkaufhaus“ – eine regionale und ökologische Alternative zu Amazon.
Zusammen mit Prof. Harald Welzer hat er die Initiative bzw. den gemeinnützigen Verein „Bilder der Zukunft“ gegründet, der sich für alternative, reduktive und soziale Zukunftsszenarien einsetzt. Im Jahr 2006 rief Michael Volkmer die „see-Conference“ ins Leben, die mittlerweile in Deutschland zu den größten Designkonferenzen zählt und sich mit gesellschaftspolitischen Themen befasst.

DDCAST 88 - Werner Sobek - "Erderwärmung ist keine Krise sondern ein neuer Zustand"

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Prof. Dr. Dr. E.h. Dr. h.c. Werner Sobek wurde 1953 in Aalen geboren. Er ist Architekt und beratender Ingenieur, Gründer des Instituts für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) der Universität Stuttgart und Initiator des Sonderforschungs-Bereichs SFB 1244 über „Adaptive Hüllen und Strukturen für die gebaute Umwelt von morgen“. Darüber hinaus ist er Gründer und Ehrenpräsident mehrerer gemeinnütziger Initiativen wie z.B. dem aed e.V. 2022 wurde er von der Zeitschrift Cicero als einziger Architekt und Ingenieur in die Liste der 500 wichtigsten deutschsprachigen Intellektuellen aufgenommen.

Das von ihm gegründete weltweit tätige Planungsbüro beschäftigt über 350 Mitarbeiter:innen. Das Unternehmen bearbeitet alle Typen von Bauwerken und Materialien. Besondere Schwerpunkte liegen auf dem Entwurf und der Planung von Tragwerk, Fassade und Technischer Gebäudeausrüstung sowie auf der bauphysikalischen Beratung.

Ziel ist hierbei eine gebaute Umwelt, die atemberaubend schön ist und die gleichzeitig den Interessen kommender Generationen gerecht wird – Werner Sobek will für mehr Menschen emissionsfrei und mit weniger Material bauen.

DDCAST 87 - HARALD WELZER "EXTRAAUSGABE - DEMOKRATIE GESTALTEN"

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Prof. Dr. Welzer studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Literaturwissenschaft und wurde 1988 in Soziologie promoviert. Er habilitierte sich gleich zweifach – 1993 in Sozialpsychologie und 2001 in Soziologie. Er war Direktor des Center for Interdisciplinary Memory Research (CMR) und Leiter verschiedener Teilprojekte des Forschungsschwerpunkts KlimaKultur am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen. Von 2001 bis 2012 war er Professor für Sozialpsychologie an der privaten Universität Witten/Herdecke. Welzer ist Mitbegründer und Direktor der gemeinnützigen Stiftung Futurzwei – Stiftung Zukunftsfähigkeit, die sich das Aufzeigen und Fördern alternativer Lebensstile und Wirtschaftsformen zur Aufgabe gemacht hat. Seit Juli 2012 ist er Honorarprofessor für Transformationsdesign an der Europa-Universität Flensburg, wo er das Norbert Elias Center for Transformation Design & Research leitet. Desweiteren ist er Affiliated Member of Faculty am Marial-Center der Emory University (Atlanta/USA). Er lehrt an der Universität St. Gallen und ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Beiräte und Akademien. Schwerpunkte seiner Forschung und Lehre sind Erinnerung, Gruppengewalt und kulturwissenschaftliche Klimafolgenforschung. Welzer ist Herausgeber FUTURZWEI, einer vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift für Politik und Zukunft. Er ist Bestseller-Autor. Seine Bücher wurden in ei. dutzend Sprachen übersetzt. Sein jüngstes Buch "Nachruf auf mich selbst. Die Kultur des Aufhörens" verfasste im Anschluss an einen Herzinfarkt, den er glücklicherweise überlebte. Das Buch wurde zu einem vielfach nachgedruckten Bestseller.

DDCAST 86 - Mariana Amatullo "Die Chef-Diplomatin des Social Design"

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Mariana Amatullo ist außerordentliche Professorin für Strategisches Design und Management an der Parsons School of Design. Sie ist Mitglied des Parsons DESIS Lab und des Graduate Minor in Civic Service Design der Universität und fungiert als Vice Provost für Global Executive Education und strategische Online-Initiativen an der New School, New York. Mariana ist derzeit Präsidentin von Cumulus, der internationalen Vereinigung von Hochschulen und Universitäten für Design, Kunst und Medien.

Zuvor war Mariana Mitbegründerin und Leiterin der preisgekrönten Abteilung für soziale Innovation, Designmatters, am ArtCenter College of Design in Pasadena, Kalifornien. Marianas akademische Recherchen und Veröffentlichungen schlagen eine Brücke zwischen den Bereichen Design und Management und untersuchen die Rolle einer Designhaltung als kognitiver Ansatz für soziale Innovation und organisatorisches Lernen. Zu ihren redaktionellen Projekten gehören LEAP Dialogues: Career Pathways in Design for Social Innovation als leitende Redakteurin und das Open-Source-Projekt LEAP Dialogues: The Educator's Guide.

Als Global Fellow der Royal Society for the Arts (RSA) und von Salzburg Global hat Mariana zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Inaugural DELL Award for Outstanding Social Innovation Education (2012). Mariana hält international Vorträge über Design und soziale Innovation und ist Mitglied in mehreren Jurys und Beiräten, unter anderem im Vera List Center for Arts and Politics. Mariana hat einen Doktortitel in Management von der Case Western Reserve University, einen M.A. in Kunstgeschichte und Museumsstudien von der University of Southern California und eine Licence en Lettres von der Sorbonne in Paris, wo sie auch Kunstgeschichte an der Ecole du Louvre studierte. Als gebürtige Argentinierin und Kind eines Diplomaten wuchs Mariana in der ganzen Welt auf.

DDCAST 85 - Philipp Langenbach "Grünes Banking - wie geht das?"

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Philipp Langenbach ist seit März 2022 als Generalbevollmächtigter Mitglied der Geschäftsleitung der UmweltBank und zusätzlich für den Personalbereich verantwortlich. Zuvor war er seit 2018 Leiter Marketing & PR. Eine klar positionierte Marke in einem immer grüner werdenden Markt zu betreuen, empfindet er als Herausforderung, die ihn mit großer Freude erfüllt. Vor der Bank war Philipp Langenbach 15 Jahre lang bei der Nürnberger Agentur triebwerk tätig. Dort hat sich vom studentischen Texter bis zum Creative Director entwickelt und maßgeblich den Bereich Markenberatung für Mittelständler mit aufgebaut. Einer der Kunden war die UmweltBank, die nach einem erfolgreich abgeschlossenen Marken-Relaunch-Projekt die Fühler nach ihm ausstreckte.

DDCAST 84 - Judith Block "Über Megatrends, Menschenliebe und Mut"

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Judith Block stellt sich das Leben als Aneinanderreihung von folgenschweren Entscheidungen vor, die in vollkommener Unwissenheit gefällt werden müssen und deren Konsequenzen man folglich besser mit viel Humor begegnen sollte.

Die erste große Entscheidung war ein Design-Studium an der hfg Offenbach – ohne zu wissen, was Design überhaupt sein könnte. Was eine gute Designerin ausmacht, versuchte sie dann bis 2018 herauszufinden. Doch statt der Liebe zu den Objekten weckte die Hochschule eine Leidenschaft für große Narrative. Sie gründete zusammen mit Florian Arnold und Sinja Möller ein Design-Philosophie-Kollektiv, das neue Narrative zur digitalen Öffentlichkeit suchte und veranstaltete Symposien zu Künstlicher Empathie und dem Design von Virtuellen Gesichtern. Im Anschluss an ihr Diplom entwickelte sie ein Ausstellungsformat, das den Diskurs um Gesichtserkennungs-Technologien neu erzählte. Seit 2021 arbeitet sie als Zukunftsforscherin am Zukunftsinstitut, einem Thinktank der sich gesellschaftlichen Trends und der Frage widmet, wie sich eine Gesellschaft entwickelt, die das Beste aus sich und der Welt macht. Judith Block ist außerdem ein großer Fan von Zirkusartistik und nutzt ihre Freizeit zum Üben und Lehren von Akrobatik.

DDCAST 83 - Anatoli Skatchkov "Man muss immer aus Liebe handeln"

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Anatoli Skatchkov aka Nathaniel Knop ist preisgekrönter Filmemacher, geboren 1968 in eine jüdische Familie in Czernowitz/Ukraine. Nach dem Studium der Psychiatrie sowie der Regieassistenz bei A. Kaidanovsky und K. Zanussi kam er als Nipkow-Stipendiat (Europäisches Stipendium für Professionals in den audio-visuellen Medien) nach Berlin. 1995 gründete er seine Firma KINOBRIGADA. Er arbeitete für die Fernsehkanäle 3SAT und ARTE, für Museen, u.a. das Russische Staatsmuseum in Sankt-Petersburg sowie das MAK in Frankfurt. Er lebt mit seiner Frau und fünf Kindern in Frankfurt am Main.

Filmographie (Auswahl)

1. Regie:

2022 Nathan Farb & the Cold War (Work in Progress) Unterstützt von Hessen Film & Media
2022 In der Luft, da bleibt deine Wurzel (Work in Progress) Unterstützt von Hessen Film & Media
2022 Zeitzeugentheater (Work in Progress) Unterstützt von ZWST
2019 The Watson's Hotel (Audience Award, Lichter IFF, 2019) Unterstützt von der Hessischen Filmförderung und der Akademie der Künste, Berlin
2016 The Storyteller. After Walter Benjamin (Winner, On Art IFF, 2017; Best Documentary 12 IFF, 2019) Unterstützt von Hessische Filmförderung
2011 Pavlik +100
2005 Mikhail Shvartsman. Recognition
2004 Anna Staritsky. La vie collage
2001 Das Nitschewoland (Audience Award, Kassel FF, 2003) Unterstützt von der Hessischen 
Filmförderung

2. Kamera und Schnitt:

2016 A Gravame –Das Stahlwerk, der Tod, Maria und die Mütter von Tamburi (Winner, Lichter IFF, 2017, Nom. Hessische Filmpreis 2017, Deutsche Filmpreis 2017)
2011 Kein Vertrauen. Keine Angst. Um nichts bitten (Russische Dokumentarfilmpreis 2012), Unterstützt von Hessische Filmförderung
2011 When in Rome
2008 Leningrad – Der Mann, der singt

3. Teilnahme an Filmfestivals (Auswahl):

Frankfurt, Kassel, Krakau, Leipzig, Lissabon, Locarno, Mexico, Milano, Moskau, New York, Nowosibirsk, Perpignan, Pune, Sankt-Petersburg

4. Auftragsprojekte für (Auswahl):
NTV, ZDF, 3SAT, ARTE; Museum für Angewandte Kunst, WELTKULTUREN Museum und Goethe-Museum, Frankfurt; ID-Frankfurt; Russisches Staatliches Museum, Sankt-Petersburg; Hebbel Theater, Berlin; Altana Stiftung, Bad Homburg; Mousonturm; Deutsche Telekom.

DDCAST 82 - Claudia Díaz Sánchez, Laura Schlotthauer, Katja Lis "Diverse Kommunikation braucht diverse Menschen"

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Claudia Díaz Sánchez ist in Havanna, Kuba geboren. Als Tochter eines regimekritischen Schriftstellers und Filmemachers musste sie mit acht Jahren nach Europa ins Exil, zunächst nach Berlin und dann nach Madrid. Sie studierte Lateinamerikastudien an der Freien Universität in Berlin (FU) und war kurze Zeit wissenschaftliche Mitarbeiterin am Ostasiatischen Seminar der FU, wo sie jedoch schnell merkte, dass ihr die praktische Arbeit mehr lag. Ihre Agenturkarriere startete sie ebenfalls bei Scholz & Friends Agenda, danach war sie über sechs Jahre bei der größten inhabergeführten Agentur Serviceplan, wo sie verschiedene Karrierestufen erreichte. 2019 wechselte sie als Standortleiterin zu ressourcenmangel und dann in die Geschäftsführung, wo sie unter anderem für den Bereich Client Services zuständig ist.

Laura Schlotthauer ist gebürtige und stolze Frankfurterin. Aktuell lebt sie, wie sie selbst sagt, im Berliner Exil. Sie studierte Global Media and Communications an der London School of Economics and Political Science in London und an der Annenberg School for Communication in Los Angeles. Nach ihrem Studium war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institute of Electronic Business der UDK in Berlin, entschied sich dann aber gegen eine wissenschaftliche Karriere und startete bei Scholz & Friends Agenda in die Agenturwelt. Nach drei Jahren wechselte sie zu Ketchum Pleon. 2017 übernahm sie die Leitung des Kampagnenteams bei ressourcenmangel in Berlin, zwei Jahre später wechselte sie u. a. für das Thema „Organisationsstruktur und Zusammenarbeit“ in die Geschäftsführung und übernahm später auch die kaufmännische Leitung des Standortes.

Katja Lis kommt gebürtig aus Leipzig und wuchs seit der Wiedervereinigung in Frankfurt am Main auf. Nach dem Kommunikationsdesignstudium an der HfG Offenbach und der Arbeit in Agenturen in London und Amsterdam gründete sie 2013 zusammen mit ihrem heutigen Mann Alexander Lis die Agentur DBF designbüro frankfurt. Die Agentur ist spezialisiert auf Markenberatung, Corporate Design und UX/UI-Design. Gemeinsam mit Alexander Lis führt sie die Agentur bewusst als Doppelspitze. Auch in ihrer ehrenamtlichen Arbeit setzt sie sich für mehr Diversität in Agenturen ein. Sie ist Berätin im DDC für Diversity und Mitinitiatorin der Plattform Women of DDC, welche die Sichtbarkeit, die Vernetzung und das Unternehmertum von Gestalterinnen stärkt. 2021 entwickelte sie die Eventreihe Learn & Burn, ein DDC Lab für Female Leadership und Nachwuchsförderung in der Branche. Die Kommunikationsdesignerin Katja Lis arbeitet zudem als Workshopleiterin und Moderatorin.

Laura und Claudias Gemeinsamkeit

Laura Schlotthauer und Claudia Díaz Sánchez betreiben flexibles Jobsharing: Beide sind Geschäftsführerinnen der multichannel Agentur ressourcenmangel in Berlin, dem mit rund 130 Mitarbeitenden größten Standort der Ressourcenmangel-Gruppe, und Vorständinnen im Gesamtverband Werbeagenturen (GWA). Dort sind sie für das Ressort Diversity, Equity and Inclusion (DE&I) sowie Arbeitszeitmodelle zuständig und unterstützen den kulturellen Wandel in den deutschen Kommunikationsagenturen. Die Idee für das Jobsharing hatte Laura, als sie ihr zweites Kind erwartete. So kam Claudia dazu, als Laura in Elternzeit ging und Laura war da, als Claudia ihr erstes Kind bekam. Durch die geteilte Führungsverantwortung ist es beiden möglich, sich zusätzlich zum Job im GWA ehrenamtlich zu engagieren.

Über diesen Podcast

‘What we design designs us back’ sagte einmal Jason Silva ein bekannter Techno Futurist aus den USA.
Design – das ist die Botschaft – nimmt großen Einfluss auf unser Dasein und Zusammenleben. Der Ruf nach grundlegenden Veränderungen unserer planetaren Realität indes wird immer lauter. So weitermachen wie bisher geht nicht und wird uns unweigerlich in die nächste Krise stürzen. Also ist gerade jetzt unsere Kreativität gefragter denn je. Was geht? Was kommt und was können wir BESSER machen. Wie können wir Design neu denken?
Dazu präsentiert der DDCast des Deutschen Designer Club jede Woche eine starke Stimme. Sie kommt aus allen Sparten des Design, aus angrenzenden Disziplinen, aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

von und mit Deutscher Designer Club

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